Schicken wir ein Schiff – Wir schicken ein Schiff!

Am 25.6.2019 haben wir auf die Petition „Schicken wir ein Schiff“ von Beatrice von Weizsäcker und Sven Giegold hingewiesen, nun ist es tatsächlich soweit: Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, kündigte an, die EKD werde in einem breiten gesellschaftlichen Bündnis ein zusätzliches Schiff zur Rettung von Ertrinkenden ins Mittelmeer senden. Hier können Sie die Pressemitteilung der EKD lesen, hier die Stellungnahme von Sven Giegold.

Benefiz-Konzert am 21.9.2019 in der St. Gertrud Kirche

Am Samstag, den 21.9.2019 gibt es in der St. Gertrud Kirche (Immenhof 10, 22087 Hamburg-Uhlenhorst) ein Doppel-Chorkonzert für fluchtpunkt. Der Weltmusik-Chor aus Hamburg (Leitung: Nathaniel Damon), der schon des öfteren für uns aufgetreten ist, wird zusammen mit dem KuKuK Chor aus Worpswede (Leitung: Simone Theobald) für einen musikalisch-bunten Abend sorgen.

 

Der Eintritt ist frei, um Spenden für unsere Arbeit wird gebeten. Konzertbeginn ist um 19.30 Uhr.

 

 

 

Offener Brief an Minister Seehofer

Am 30.8. war der Tag des Kirchenasyls. Die Bundesarbeitsgemeinschaft Asyl in der Kirche hat deshalb einen Offenen Brief an Bundesinnenminister Seehofer geschrieben. Darin wird der Minister aufgefordert, humanitäre Lösungen für Geflüchtete im Kirchenasyl zu suchen, der Kriminalisierung von Schutzsuchenden sowie von Gemeinden, PastorInnen und UnterstützerInnen ein Ende zu setzen und Politik so zu gestalten, dass Kirchenasyl überflüssig gemacht wird, statt es zu bekämpfen. Zwischenzeitlich hat das BMI angeboten, die in dem Brief thematisierten Fälle noch einmal zu überprüfen.
 
Wir unterstützen diese Initiative und bitten Euch, diesen Brief, den Ihr hier findet, zu unterzeichnen und zu verbreiten.
Ein Auszug daraus:
„Kirchenasyl verteidigt die Würde und das Wohlergehen von Geflüchteten. Es stärkt einen selbstbewussten und –kritischen Rechtsstaat. Seine Akzeptanz und das gemeinsame Suchen nach humanitären Lösungen verhelfen einer humanitären und einzelfallorientierten Asylpolitik zu mehr Glaubwürdigkeit.

Die gegenwärtige Praxis des BAMF im Umgang mit geschilderten Härtefällen und die vielfältigen Sanktionen während und nach einem Kirchenasyl schaden dem Ansehen der Bundesrepublik Deutschland: Ein Rechtsstaat, der Kirchenasyl als Korrektiv de facto verhindert, zeigt Schwäche, nicht Stärke. Die gegenwärtige Politik des Abschiebens um jeden Preis ist kurzsichtig und untergräbt unser Vertrauen in den Rechtsstaat.“

Der 20.6.2019 ist Weltflüchtlingstag

Aus diesem Anlass möchten wir gerne auf zwei Kampagnen hinweisen, die wir wichtig finden:

  • Von 53 Geflüchteten, die von der „Sea Watch 3“ gerettet wurden, befinden sich immer noch 43 Menschen an Bord, die keine Erlaubnis bekommen, an Land zu gehen. Unterschreiben Sie bitte die Petition der „Seebrücke“ an Horst Seehofer. Die Städte Rottenburg am Neckar, Berlin und Kiel wären sofort bereit, diese Menschen aufzunehmen!
  • Ebenfalls lohnenswert ist ein Blick auf die Homepage des Projektes „Todesursache: Flucht„.

Kirchenasyl und Kirchentag

In der „Süddeutschen Zeitung“ vom 15./16. Juni 2019 nimmt Heribert Prantl Stellung zum Kirchenasyl, mit Hinblick auf den bevorstehenden evangelischen Kirchentag in Dortmund. Die seit 2015 geltende Vereinbarung zwischen dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge und den Kirchen wird von der Behörde immer häufiger unterlaufen. Die ganze Kolumne können Sie hier nachlesen.

„Palermo-Appell“ für Seenotrettung und solidarische Aufnahme

Die Hilfsbereitschaft von Städten, Kommunen und Bürgern überall in Europa ist groß. Es fehlt aber an einem europaweiten Verteilmechanismus, die im Mittelmeer geretteten Bootsflüchtlinge in der EU unterzubringen. „Wir brauchen noch in diesem Sommer eine politische Notlösung“, erklären der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirchen in Deutschland, Bischof Heinrich Bedford-Strohm und Palermos Bürgermeister Leoluca Orlando in einer gemeinsamen Erklärung, dem „Palermo-Appell“. weiterlesen

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Fluchtpunkt