Hamburg braucht kein „AnkER-Zentrum“

Seit drei Monaten nutzt Hamburg die zentrale Erstaufnahme in Rahlstedt de facto wie ein „AnkER-Zentrum“. Die Landesverbände von Diakonie und Caritas haben daran nun deutliche Kritik geübt: „Hamburg braucht besseren Flüchtlingsschutz und kein ‚AnkER-Zentrum'“. In ihrer gemeinsamen Erklärung sprechen die kirchlichen Wohlfahrtsverbände sich dafür aus, das Ankunftszentrum wieder – wie bisher – nur kurzfristig zu nutzen. Es sei insbesondere kein Ort für Kinder und für kranke Menschen. Zugleich fordern sie eine qualifizierte und unabhängige Rechtsberatung für die dort untergebrachten Menschen.

fluchtpunkt hatte sich bereits Anfang Dezember gegen ein faktisches AnkER-Zentrum und für bessere Unterbringungsbedingungen für besonders schutzbedürftige Geflüchtete ausgesprochen.

Rückblick – Was uns 2018 beschäftigt hat

Im vergangenen Jahr war unsere Arbeit natürlich stark mit der politischen Diskussion über die Flüchtlingshilfe verknüpft. Von bestimmten Teilen des politischen Spektrums wurde ihr eine menschenrechtliche Motivation abgesprochen und eine egoistische und gesellschaftsgefährdende Einstellung zugeschrieben (Stichwort „Abschiebungsverhinderungsindustrie“). Die Diskussion über unsere Hilfe für die Schutzbedürftigen ist nicht neu, hat jedoch eine neue Schärfe erreicht. Dass fast alle Parteien und ein großer Teil der Medien sich nur mehr für die Wählerschaft der AFD zu interessieren scheinen, hat einen hohen Preis. Vor allem für die bedrängten und verfolgten Menschen, die in Europa auf Sicherheit und Achtung ihrer Würde hofften. Und obwohl wir erleichtert waren über die starken Bewegungen gegen Fremdenfeindlichkeit und besonders für die Seenotrettung, spürten wir, wie die Unterstützung des Umfeldes in materieller und ideeller Hinsicht rapide abgenommen hat. Während die Vorjahre noch von einer Welle der Unterstützung und Solidarität getragen waren, haben sich plötzlich viele Träger, Förderstiftungen und Einzelpersonen von der Flüchtlingshilfe abgewandt.

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Kein Raum mehr in der Herberge? Hamburg verschlechtert Unterbringungsbedingungen für Geflüchtete drastisch

Hat Hamburg, was es politisch nie geben sollte – ein sogenanntes „AnkER-Zentrum“? Fakt ist: seit Anfang Oktober werden Flüchtlinge im Dublin-Verfahren sowie Schutzsuchende aus sogenannten „sicheren“ Herkunftsländern aus dem Ankunftszentrum Rahlstedt nicht mehr auf die dezentralen Erstaufnahmestandorte verteilt. Bis zu sechs Monate müssen sie im AKZ bleiben. Darüber berichtete die taz. Ausgenommen sind nur Familien mit schulpflichtigen Kindern, wie aus einer Kleinen Anfrage der Linksfraktion in der Bürgerschaft hervorgeht. weiterlesen

„Engagiert, statt nur besorgt“

Im Rahmen dieser Aktion sind seit letztem Freitag 50.000 Postkarten in Hamburg und im Umland in Kneipen und Restaurants verteilt worden – sie rufen zu Spenden für vier Einrichtungen des Diakonischen Werk Hamburg-West/Südholstein auf, eine davon ist fluchtpunkt.

Mehr Infos zur Aktion finden Sie hier.

Hier können Sie direkt online spenden.

Wir bedanken uns schon jetzt!

 

Fünf Jahre „Lampedusa in Hamburg“

Am Rande des Evangelischen Kirchentags trat 2013 eine ganz besondere Gruppe Geflüchteter in das Licht der Öffentlichkeit – Axel Schröder von Deutschlandfunk Kultur hat die Geschichte der Gruppe „Lampedusa in Hamburg“ noch einmal nachgezeichnet. Wie es damals war, wie es heute aussieht und welche Rolle fluchtpunkt dabei spielt, können Sie in diesem Beitrag nachhören oder hier: 20180828_Deutschlandfunk Kultur nachlesen.

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