Für euch da – nur anders

Im Dezember keine Offene Sprechstunde im fluchtpunkt

Es war ein herausforderndes Jahr. Ein Jahr mit so vielen Erstberatungen wie nie – 1.250 Menschen haben uns erstmals ratsuchend aufgesucht. Ein Jahr, in dem Änderungen der Rechtsprechung immensen Beratungsbedarf ausgelöst haben – teils erfreulich, wie bei den Frauen aus Afghanistan, denen jetzt endlich der Flüchtlingsschutz zuteil wird, teils beunruhigend, wie bei den vielen Geflüchteten, die in Griechenland zwar formalen Schutz, aber keine Lebensperspektive fanden, darum weiter nach Deutschland zogen und nun wieder abgeschoben werden sollen. Ein Jahr auch, in dem wir deutlich gemerkt haben, wie kalt der politische Wind geworden ist: statt über geflüchtete Menschen, Schutzgewähr und Integration diskutiert das Land über „illegale Migration“, ihre „Bekämpfung“ und über immer noch mehr Abschiebungen.

Dieses Jahr hat uns gezeigt, wie notwendig das Angebot des „fluchtpunkt“ nach über 30 Jahren weiter ist. Es hat uns aber auch viel abverlangt. Und jetzt brauchen wir etwas Zeit. Zeit, um Atem zu schöpfen, Zeit, um die vielen Fälle auch zu bearbeiten, in denen Menschen sich uns anvertraut haben, Zeit, um uns neu aufzustellen und zu überlegen, wie wir auch im kommenden Jahr weiter für euch da sein können.

Deswegen wird es im fluchtpunkt im Dezember keine Offene Sprechstunde geben. Wir öffnen unsere Türen wieder am Mittwoch, 7. Januar 2026, um 10:00 Uhr. Natürlich bleiben wir für Menschen, die uns eine Vollmacht erteilt haben, per Telefon und E-Mail erreichbar. Wer neue Fälle an uns herantragen möchte, die oder den bitten wir, eins der anderen Beratungsangebote in Hamburg aufzusuchen, etwa die Öffentliche Rechtsauskunft (ÖRA), die Beratungsstellen der Asylverfahrensberatung, die Migrationsberatung für Erwachsene, die Refugee Law Clinic an der Uni Hamburg oder das Flüchtlingszentrum.

Danke für euer Verständnis und eure Unterstützung. Wenn ihr uns in besonderer Weise unterstützen möchtet, freuen wir uns zudem über eine Spende. Denn auch das müssen wir bedenken: wie unsere Arbeit so finanziert wird, dass wir sie wie gewohnt weiterführen können.

 

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Fluchtpunkt Hamburg